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Zahlreiche Kleinbrände | Teils hohe Waldbrandgefahr

In den vergangenen Tagen gab es in Österreich eine Reihe an kleinflächigen Waldbränden zu verzeichnen. Die beiden größten Feuer traten in Oberösterreich bzw. Niederösterreich auf. Am 11. März 2014 geriet in Ottenschlag (NÖ) aus unbekannter Ursache ein Fichtenjungwald auf einem knappen halben Hektar in Brand. Einen Tag später fingen in Weitersfelden (OÖ) 1000 Quadratmeter Wiese und Waldboden Feuer – auch hier konnte kein Verursacher festgestellt werden, in beiden Fällen dürfte es sich aber um anthropogen ausgelöste Waldbrände gehandelt haben.
 
> Bericht zum Waldbrand in Ottenschlag (Niederösterreich) am 11.03

> Bericht zum Waldbrand in Weitersfelden (Oberösterreich) am 12.03
 
Heute und morgen herrscht in Teilen Oberösterreichs, Niederösterreichs, dem Burgenland und der Steiermark hohe Waldbrandgefahr, trotz des gestrigen Regens. Warum? Die Ursache liegt im starken Wind, der aktuell im Wiener Becken sogar mit schweren Sturmböen über 100km/h einhergeht. Durch die vielerorts nur bescheidenen Niederschlagsmengen wurde lediglich die Streuschicht angefeuchtet, die Vegetation ist nach wie vor ausgedörrt. Der Sturm führt außerdem dazu, dass die vorhandene Feuchtigkeit rascher verdampft. Zwar ist das Auslösepotenzial im Vergleich zu den vergangenen Tagen geringer, dafür das Ausbreitungspotenzial umso größer: Angesichts der Windgeschwindigkeiten sind heute und morgen auch Großbrände und Vollfeuer möglich, speziell in den trockenen Nadelwaldgebieten am Alpenostrand.

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Waldbrandgefahr in Österreich für Montag, 17. März 2014 | Copyright: ZAMG
 
In den kommenden Tagen sinkt die Waldbrandgefahr durch den schwächer werdenden Wind wieder ab. Gleichzeitig bleibt es aber in vielen Teilen des Landes überwiegend trocken und es wird erneut sehr mild. Eine erhöhte Gefährdung bleibt somit aufrecht.