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Feuriger November | Trockene Alpensüdseite

Nach den bisherigen Erhebungen traten im November 2015 vierundzwanzig Waldbrände in Österreich auf. Das ist ebenso viel wie im November 2011, einer der trockensten November überhaupt in der Messgeschichte. Auch in den vergangenen Tagen wurden weitere Waldbrände verzeichnet. So geriet nahe Leoben, Steiermark, eine Schlag- und Hochwaldfläche im Ausmaß von mehr als einem Hektar in Brand. Versteckte Glutnester flammten auch nach drei Tagen wieder auf.

> Waldbrand bei Leoben (Stmk), Bericht auf steiermark.orf.at

Das Jahr 2015 rangiert momentan auf Platz 3 der brandintensivsten Jahre seit 1993. Nur 2011 und 2012 gab es geringfügig mehr Waldbrände. Während es in den letzten Tagen und Wochen im Westen, Norden und Osten des Landes immer wieder Niederschläge gegeben hat, ist die Alpensüdseite außergewöhnlich trocken. Von Osttirol über Kärnten, den Lungau, die südliche Steiermark, bis hin zum Süd- und Mittelburgenland ist teilweise seit Ende Oktober kein relevanter Niederschlag gefallen. Dementsprechend herrscht hier erhöhte Waldbrandgefahr – und zwar oberhalb der Nebel- und Inversionsgrenze in Mittelgebirgslagen, wie auch die aktuellen Brände zeigen. Daran wird sich auch in den kommenden Tagen nichts ändern, vor Mitte Dezember sind im Süden keine Niederschläge zu erwarten.