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Stellenweise hohe Waldbrandgefahr

Noch ist die Waldbrandgefahr in Österreich überwiegend mäßig. Morgen Freitag kommt jedoch ein neuer Parameter ins Spiel: Wind. Im Norden und Osten bläst von der Früh an lebhafter, zeitweise sogar stürmischer Westwind, der - etwas abgeschwächt - auch am Samstag anhält. Damit steigt in den bislang trockenen Gebieten die Waldbrandgefahr und erreicht vereinzelt ein hohes Niveau (HIER kann nachgelesen werden, was das bedeutet). Gemeint ist damit die kumulative Waldbrandgefahr, also das Risiko der Brandentstehung sowie die Gefahr einer raschen Ausbreitung, die durch den kräftigen Wind zunimmt.

Eine hohe Waldbrandgefahr ist in folgenden Regionen zu erwarten: Innviertel, Hausruckgebiet, Teile des Mühl- und Waldviertels sowie am Alpenostrand im südlichen Niederösterreich.

Generell mäßig ist die Waldbrandgefahr im gesamten Norden und Osten, also vom Salzburger Flachgau über weite Teile Ober- und Niederösterreichs, Wien bis zum Nordburgenland. Ein mäßiges Feuerrisiko herrscht auch in Teilen der Steiermark, im südlichen Kärnten, punktuell in Osttirol sowie im oberen Inntal. Überall sonst ist die Brandgefahr durch die Gewitteraktivität der vergangenen Tage oder noch vorhandene Feuchtigkeitsreserven meist nur leicht erhöht oder sogar gering. Kleinflächige Brandereignisse können aber nirgends ausgeschlossen werden.

In den vergangenen Tagen traten zahlreiche solche Kleinbrände auf, viele davon ausgelöst durch Blitzschläge. Großflächige Ereignisse sind glücklicherweise ausgeblieben. Der aktuelle Stand, verschiedene Statistiken und die Verteilung der Waldbrände in Österreich sind auf der Seite der Waldbrand-Datenbank Österreich abrufbar.

Aktuell gehen mehrere Wettermodelle davon aus, dass sowohl die Hitzewelle als auch die große Trockenheit am Sonntag endet. Bereits heute Nacht können von Deutschland und Tschechien Gewitter nach Österreich ziehen und die Waldbrandgefahr lokal entschärfen. Am Sonntag sind verbreitet konvektive Niederschläge berechnet, womit die Waldbrandgefahr generell sinken dürfte.

Anfang der kommenden Woche sind zwar noch ein, zwei heiße Tage möglich, ab Mittwoch oder Donnerstag deutet sich jedoch eine markante Umstellung der Großwetterlage an, mit teils ergiebigen Niederschlägen und spürbar tieferen Temperaturen. Damit sollte die erhöhte Waldbrandgefahr gebannt sein.