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Waldbrandmanagement in Kenia

Im Rahmen des durch die Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) geförderten Projekts FIREMAPS konnten für Kenia in Ostafrika die Methoden der Waldbrandprävention erforscht bzw. entwickelt werden, und auch die Waldbrandbekämpfung verbessert werden. Diese Maßnahmen können unter dem Begriff „Integrales Feuermanagement“ zusammengefasst werden. In einer kürzlich erschienenen Publikation konnten die Ergebnisse des Projektes am Beispiel des Waldbezirks Gathiuru zusammengefasst werden.
 

Fire Managers in Mount Kenya, August 2016 | © Kevin Nyongesa

Die Gemeinden rund um den Mount Kenya sind sich der Gefahren durch Waldbrände während der Brandsaison durchaus bewusst. Es wird aber auch der Nutzen beim Einsatz von Feuer in der Landnutzung erkannt. Ein Abwägen der unterschiedlichen Interessen ist entscheidend für ein erfolgreiches „Integrales Feuermanagement“. Handlungsbedarf besteht auch bei der Koordination der Einsätze und der Organisationen, bei der Beachtung von Unterschieden im regionalen und saisonalen Auftreten von Waldbränden und bei der Einbeziehung der lokalen Communities in Entscheidungsprozesse zum Waldbrandmanagement.
 

Auftreten von Waldbränden rund um den Mt Kenya | © Gergo Dioszegi

Das Projekt FIREMAPS unterstützte die Verantwortlichen in den Gemeinden und in der lokalen Regierung in der Vorsorge und Bekämpfung von Bränden durch die Erarbeitung der Grundlagen für die Erstellung von Waldbrandgefährdungskarten. Dabei erfolgte eine partizipative Einbindung unterschiedlicher Stakeholder bei der Identifizierung von Waldbrand gefährdeten Gebieten und den Ursachen von Waldbränden. Die Analyse der Zusammenhänge zwischen sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen, Wetterdaten, Vegetationszusammensetzung und Bränden erlaubte eine Verbesserung des Bewusstseins über die positiven und negativen Auswirkungen von Waldbränden am Mt Kenya.
 
Nähere Informationen zum Projekt FIREMAPS können auf der Website der KEF abgerufen werden.

Eine Nachlese zum Projekt bietet auch ein Vortrag im Naturhistorischen Museum Wien der HIER abgerufen werden kann.