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Frühjahrsrückblick | Keine Waldbrandgefahr

Nachdem es sich in den vergangenen Wochen bereits abgezeichnet hat, ist es nun fix: Mit gerade mal zehn Waldbränden von März bis Mai (davon sieben im April, drei im Mai) wies das Frühjahr 2013 eine markant unterdurchschnittliche Zahl an Feuern auf. Ein Vergleich mit den letzten Jahren: 184 Waldbrände gab im gleichen Zeitraum 2012, 150 im Jahr 2011, und noch immer 75 Waldbrände 2010. Das letzte Jahr mit einer ähnlich niedrigen Zahl an Feuern war 2006 (vierzehn Brände). Um weniger als die heurigen zehn Brände zu finden, muss man bis 1999 zurückgehen; damals gab es im Vergleichszeitraum sogar nur sechs Feuer.

Betrachtet man den Zeitraum der homogenisierten Daten ab 1993, reiht sich das Frühjahr 2013 an zweitniedrigster Stelle ein. Die Ursache für diese außergewöhnlich geringe Zahl an Waldbränden dürfte, wie bereits in vergangenen Beiträgen erwähnt, vor allem drei Gründe haben:

  1. Die teilweise extremen Regenmengen; so brachte allein der Mai rund das Doppelte der durchschnittlichen Niederschlagssummen.
  2. Die geringe Sonnenscheindauer; so fehlen etwa in Wien derzeit mehr als 100 Sonnenstunden zum Mittel.
  3. Die weitgehend gedämpften Temperaturen; markante Wärmeperioden oder Hitzewellen blieben aus, allein der April war zu warm (und im Osten auch trocken). Durch die feuchten Vormonate traten aber kaum Waldbrände auf.

Derzeit hat der Regen Österreich fest im Griff. Sogar eine markante Hochwasserlage könnte in den nächsten Tagen zu Schäden und Verkehrsbehinderungen führen. Die Waldbrandgefahr ist somit kein Thema. Nach den Prognosen der Wettermodelle und unter Berücksichtigung der feuchten Ausgangsbedingungen ist vor Mitte Juni keine nennenswerte Waldbrandgefahr zu erwarten.