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Waldbrand Finkenberg | Nur teilweise sinkende Brandgefahr

Wie befürchtet ist es am Silvestertag zu einigen Waldbränden gekommen. Die meisten der Feuer wurden durch Knallkörper oder Silvesterraketen ausgelöst. Der größte und gleichzeitig massivste Waldbrand trat am späten Samstagvormittag in Finkenberg, Tirol, auf. Ein aus dem Skilift geworfener Böller entzündete den trockenen Waldboden. Das Feuer breitete sich rasch auf über einen Hektar aus, wobei es sich im Fichtenbestand teilweise um ein Kronenfeuer handelte. Rund 100 Feuerwehrleute und drei Helikopter konnten den Waldbrand bis zum späten Nachmittag löschen.

> Bericht zum Waldbrand in Finkenberg, Tirol, auf tirol.orf.at

Inzwischen neigt sich die Trockenheit in Westösterreich ihrem Ende zu. Bereits heute Nacht sind erste Niederschläge zu erwarten, auch in den kommenden Tagen dürfte es wiederholt und ergiebig schneien. Im Großteil von Österreich besteht damit keine Waldbrandgefahr mehr.

Die Ausnahme stellt weiterhin der Süden dar: Von Osttirol über weite Teile Kärntens bis in die Südweststeiermark ist es seit mehr als fünf Wochen trocken. Durch die kommende, stürmische Nordwestströmung sind kaum Niederschläge zu erwarten, stattdessen steigt durch den Nordföhn die Brandgefahr noch einmal an. EFFIS, das europäische Waldbrandgefahrenmodell, simuliert ab Mittwoch ganz im Süden eine mäßige Waldbrandgefahr - das ist für Anfang Januar sehr außergewöhnlich, da die meisten Waldbrandindizes potenziell gefährliche Lagen in der kalten Jahreszeit nicht darstellen können. Weitere, auch großflächigere Waldbrände sind in Südösterreich möglich.