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Waldbrand Innsbruck | Feuergefahr leicht erhöht

Gestern Nachmittag entstand durch eine unachtsam weggeworfene Zigarette ein Waldbrand am Südhang des Hechenbergs nahe der Kranebitter Klamm. Das Feuer konnte bis zum Abend trotz massivem Hubschraubereinsatz nicht unter Kontrolle gebracht werden. Über Nacht breitete es sich im sehr steilen Gelände weiter aus. Aktuell sind die Bekämpfungsmaßnahmen durch mehrere Feuerwehren, Helikopter und das Bundesheer noch nicht abgeschlossen. Voraussichtlich kann erst morgen Brandaus gegeben werden. Nach letzten Informationen ist etwa ein halber Hektar Waldboden durch das Feuer betroffen. Bei dem Brandereignis hat es sich durch die vorherigen Regenfälle und den feuchten Untergrund um ein Lauffeuer geringer Intensität gehandelt, wodurch in erster Linie die Grasnarbe verbrannt ist und kaum Bäume geschädigt wurden.

> Bericht zum Waldbrand bei Innsbruck, Tirol, auf tirol.orf.at

Österreichweit gesehen ist die Waldbrandgefahr gering. Nur vereinzelt wird eine leicht erhöhte Brandgefahr verzeichnet. In erster Linie sind südseitig ausgerichtete Nadelwälder in mittleren und höheren Lagen gefährdet, so wie es aktuell in Innsbruck der Fall war. Hier kann die Bodenstreu im Zusammenspiel mit (Föhn-)Wind und Sonneneinstrahlung bereits ein, zwei Tage nach einem Regenereignis trocken genug für eine rasche Brandentstehung sein. In Laubwäldern bzw. in Nadelwäldern mit mehr Unterwuchs und einer ausreichend feuchten Frühjahrsvegetation sind Waldbrände nur dann möglich, wenn eine starke Wärmequelle einwirkt - so wie vor einigen Tagen bei Ternitz in Niederösterreich der Fall, wobei hier durch Brandstiftung mehrere kleinflächige Waldbrände verzeichnet wurden.

> Bericht zum Waldbrand bei Ternitz, Niederösterreich, auf einsatzdoku.at

In den kommenden Tagen bleibt die Waldbrandgefahr durch rege Schauer- und Gewittertätigkeit sowie den Vegetationsaustrieb größtenteils gering. Ab Ende nächster Woche könnte es verbreitet nass und kühler werden. Damit sollte die Feuergefahr überall auf sehr geringes Niveau sinken.