Jahresrückblick 2025
Das Waldbrandjahr 2025 ist mit 193 Waldbränden und 45 Hektar Waldbrandfläche (Stand 05.01.2026) durchschnittlich verlaufen. Außergewöhnlich war die trocken-heiße Wetterphase Ende Juni / Anfang Juli, als innerhalb von zwei Wochen mehr als 50 Waldbrände auftraten.
Durch den trockenen und schneearmen Winter ereigneten sich bereits im Januar zehn Waldbrände. Das Frühjahr verlief hingegen leicht unterdurchschnittlich – bedingt durch eine verhältnismäßig kühle Witterung ohne längere niederschlagsfreie Perioden. Im Juni stellte sich eine trockene Wetterphase ein, ab Mitte des Monats auch begleitet von einer Hitzewelle. Damit kumulierten sich in nur zwei Wochen von Ende Juni bis Anfang Juli rund 50 Waldbrände.
Der restliche Juli verlief kühl und feucht, damit wurden nur noch wenige Kleinbrände verzeichnet. Auch ein zeitweise heißer August konnte die feuchten Juli-Bedingungen nicht mehr ausgleichen. In Summe ergab sich damit ein durchschnittlicher Brandsommer. Von September bis Dezember wurden durch regional trockene (und in jedem Fall schneearme) Bedingungen noch einige Waldbrände dokumentiert, sodass das Jahr 2025 mit 193 Feuern durchschnittlich bilanziert. Im langjährigen Trend ist keine Zunahme an Waldbränden in Österreich zu verzeichnen.
Die mit Abstand meisten Waldbränden wurden 2025 wieder in der Steiermark (49) verzeichnet, gefolgt von Niederösterreich (37) und Kärnten (32) sowie Tirol (30). Jeweils fünf Waldbrände sind im Burgenland und in Wien registriert worden.
Auch bei der aufsummierten Waldbrandfläche liegt 2025 mit rund 45 Hektar (neigungskorrigiert) etwa im Durchschnitt. Das ist rund ein Drittel der Brandfläche aus dem Vorjahr, aber doppelt so viel wie im Jahr 2023. Das Rekordjahr 2022 mit über 550 Hektar Gesamtbrandfläche bleibt damit ein Ausreißer.
Bei mehr als 50 Waldbränden wird 2025 als Ursache Blitzschlag vermutet (ca. 25%), was deutlich über dem langjährigen Schnitt liegt. Ende Juni / Anfang August wurden sogar etwa 70% aller Waldbrände durch Gewitteraktivität ausgelöst. Die übrigen Feuer können direkt oder indirekt auf menschliche Aktivitäten zurückgeführt werden.
Spannend dabei: Der flächengrößte Waldbrand des Jahres (13 Hektar) bei Schwarzau im Gebirge (NÖ) wurde durch ein brennendes Fahrzeug ausgelöst. Auch der ausgedehnteste Waldbrand in Südtirol im Jahr 2025 (rund 100 Hektar) ging auf das Konto eines in Brand geratenes Pkw. Und: Noch am 30. Dezember wurde in der Steiermark ein Feuer im Wald ausgelöst – durch ein brennendes Schneemobil. Diese Beispiele zeigen, dass auch indirekte anthropogene Brandauslöser bzw. Menschentechnik als potenzielle Zündquellen relevant sind – und in Zukunft an Bedeutung gewinnen könnten.




