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Waldbrand-Workshop Wien

Vergangenen Dienstag fand in Wien der erste von zwei Waldbrand-Workshops im Rahmen des Projektes AFFRI 2 (Austrian Forest Fire Research Inititative) statt. Die Veranstaltung wurde vom Institut für Waldbau, Universität für Bodenkultur Wien, gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik organisiert. Vertreter von Forstbehörden, Feuerwehren und Landeswarnzentralen aus mehreren Bundesländern trafen sich zu einem Austausch, Diskussionsrunden und für die Klärung drängender Fragen aus dem Bereich der Waldbrandwarnung, Einsatzplanung und Waldbranddokumentation.

 

Der Workshop wurde von Dr. Andreas Schaffhauser von der ZAMG eröffnet. Danach folgten einführende Worte durch Prof. Dr. Harald Vacik vom Institut für Waldbau (BOKU) und Mag. Klaus Stadlbacher, Leiter der Fachabteilung Wettervorhersage an der ZAMG. Einen Überblick über das Waldbrandgeschehen in Österreich, die vergangenen und derzeitigen Forschungsaktivitäten sowie eine Vorstellung der Umfrageergebnisse, die vergangenes Jahr stattgefunden haben, wurden von Harald Vacik und DI Mortimer M. Müller vorgestellt. Klaus Stadlbacher gab Einblicke in den Ablauf und die momentanen Problemen bei den Waldbrandwarnungen der ZAMG. Anschließend hörten die Workshop-Teilnehmer einen interessanten Vortrag von Mag. Falk Böttcher, Agrarmeteorologe und Waldbrandexperte des Deutschen Wetterdienstes DWD, über das Warn- und Dokumentationswesen in Deutschland.

 

Nach dem Mittagessen präsentierten Ing. Peter Ondrich (Landesforstbehörde Steiermark) sowie Manfred Posch (Landeswarnzentrale Steiermark) das derzeitige Vorgehen sowie die Probleme bei der Waldbrandwarnung und Waldbranddokumentation in der Steiermark. Ing. Dieter Pilat von der Berufsfeuerwehr Graz gab einen Einblick in die Einsatzplanung und die Zusammensetzung von Einsatzstäben bei der Waldbrandbekämpfung im europäischen Kontext. Danach folgten intensive Gruppenarbeiten, bei denen Fragen und derzeitige Probleme bei der Waldbrandwarnung, Einsatzplanung und der Dokumentation von Waldbränden bearbeitet wurden.

  

Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen gemeinsam mit dem Output des zweiten Workshop am 10. April in Salzburg in die Lösungsfindung für die diskutierten Probleme sowie ein Positionspapier ein, das nach den Workshops veröffentlicht wird. Mittelfristiges Ziel ist die Verbesserung der Waldbrandwarnungen in Österreich, eine Vernetzung aller bei der Vorbeugung, Bekämpfung und Nachbehandlung von Waldbränden betroffenen Interessensträgern sowie eine umfassende Dokumentation von Waldbränden in Österreich.