Großbrand Lesachtal
Gestern, am 23.04.2026 gegen 21:00 Uhr brach auf einer ehemaligen Windwurffläche östlich von Maria Luggau im Lesachtal ein Waldbrand aus. Mehr als dreißig Hektar Waldboden im Schutzwaldbereich sind betroffen. Das Feuer ist aktuell (14:00) noch nicht unter Kontrolle.
Update 27.04.2026, 08:00 Uhr: Die Ausbreitung des Feuers im Lesachtal wurde am 25.04 untertags gestoppt, die Nachlöscharbeiten dauern aber weiter an. Anhand der letzten verfügbaren Daten kann davon ausgegangen werden, dass zumindest 80 Hektar Waldboden betroffen sind.
Update 25.04.2026, 11:00 Uhr: Der Waldbrand konnte gestern nicht unter Kontrolle gebracht werden und hat sich auch in der vergangenen Nacht weiter ausgebreitet. Inzwischen kann anhand verlässlicher Quellen die insgesamt betroffene Waldfläche mit mindestens 60–70 Hektar beziffert werden. Damit handelt es sich um einen der größten Waldbrände der letzten vierzig Jahre.
Das Feuer breitete sich durch den Wind, die großen Brennstoffmengen und die herrschende Trockenheit rasch hangaufwärts aus. Aufgrund der Steilheit des Geländes, Steinschlaggefahr sowie der hohen Brandintensität mit Funkenflug und Sekundärbränden, konnten in der Nacht kaum Bekämpfungsmaßnahmen gesetzt werden.
Inzwischen sind rund dreißig Feuerwehren mit mehr als zweihundert Einsatzkräften und dazu sechs Hubschrauber im Einsatz. Daneben wurde ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres angefordert. Der Wind ist heute schwächer als gestern und es wird versucht, das Feuer mit dem Großaufgebot bis zum Abend unter Kontrolle zu bekommen.
Die trockensten und brandgefährlichsten Regionen in Österreich sind weiterhin Osttirol, Kärnten, der Lungau sowie die mittlere und östliche Steiermark. Hier kann – auf nadelholzdominierten Südhängen – verbreitet eine mäßige Waldbrandgefahr (Stufe 3 von 5) angenommen werden. Dies gilt in erster Linie für höhere Lagen, weiter herunten ist die Brandgefahr durch den Vegetationsaustrieb trotz Trockenheit gering, mehr dazu HIER.
Auch im Norden Österreichs ist es übrigens sehr trocken, hier wirken aber die gedämpften Temperaturen, eine höhere Luftfeuchtigkeit und weniger gefährdete Wälder dem Anstieg der Brandgefahr entgegen. Anfang kommender Woche dürfte es im Süden ein wenig Niederschlag geben, vermutlich wird es aber zu wenig sein, um die Trockenheit zu lindern. Die Waldbrandgefahr bleibt damit erhöht.


