Extrembrand St. Egyden / NÖ
Heute ereignete sich ein außergewöhnlicher Großbrand im südlichen Niederösterreich, der ein bisher in Österreich noch nicht beobachtetes, extremes Feuerverhalten aufwies.
Der Brand im Föhrenwald südlich von Saubersdorf (Niederösterreich) verwandelte sich innerhalb von Minuten in ein aktives Kronenfeuer. Durch die außergewöhnliche Trockenheit in Verbindung mit extrem trockener Luft (15% relative Luftfeuchtigkeit) bildete sich eine hochreichende Konvektionssäule mit Pyrocumuluswolke aus, die erste Anzeichen eines beginnenden Feuersturms erkennen ließ; womit gemeint ist, dass der Brand sein eigenes Windfeld generiert.
Zudem kam es zu massivem Funkenflug und zahlreichen Sekundärbränden (Flugfeuer), vor allem nach etwa 2h, als der zuvor schwache Wind stärker wurde. Solche Extrembrände sind mit technischen Mitteln nicht kontrollierbar – demnach konnte die Feuerfront auch erst am nördlichen Waldrand gestoppt werden. Nach der bisherigen Datenlange sind deutlich über 50 Hektar Wald – möglicherweise auch rund 100 Hektar – betroffen. Die Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich noch einige Tage andauern.


