Waldbrandprävention und Öffentlichkeitsarbeit
Unkontrollierte Vegetationsbrände stellen ein weltweit zunehmendes Problem dar. Als Haupttreiber für das Auftreten und Verhalten von Waldbränden in Europa und im Alpenraum sind zu nennen:
- Der Klimawandel in Verbindung mit höheren Temperaturen, verstärkten Hitzewellen und längeren Trockenperioden
- Die sich ändernden sozioökonomischen Faktoren (z.B. mehr Freizeitnutzer im Wald, extensive Waldbewirtschaftung) und politischen Rahmenbedingungen
- Mehr menschliche Aktivitäten am Wildland-Urban-Interface (WUI), jener Bereich, wo die Vegetation direkt an Siedlungen und kritische Infrastrukturen angrenzt, und eine hohe Entstehungsgefahr mit einer hohen Schadensanfälligkeit zusammenfällt.
Eine wesentliche Herausforderung für das zukünftige Waldbrandmanagements liegt darin, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Präventionsmaßnahmen, der Brandbekämpfung und Maßnahmen nach Waldbrandereignissen zu finden. Besonders wichtig sind dabei ein vorausschauendes Brennstoffmanagement, eine verbesserte Abschätzung der Waldbrandgefahr, Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Schutzwälder sowie eine verstärkte Bewusstseinsbildung innerhalb der wichtigsten Bevölkerungsgruppen durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit. Der Waldbrand-Blog der BOKU ist so ein Instrument zur Öffentlichkeitsarbeit, Beiträge in Printmedien, Radio und Fernsehen sowie Interviews sind weitere Möglichkeiten zur Information und Bewusstseinsbildung. In den letzten Monaten ist aufgrund der verstärkten Trockenkeit und der damit verbundenen zahlreichen Vegetationsbrände auch ein erhöhtes Medieninteresse entstanden. Hier ein kleiner Überblick zu den Beiträgen:
Eine Dokumentation zur Durchführung von kontrollierten Bränden im Frühjahr im Föhrenwald in Niederösterreich konnte zeigen, wie wichtig es ist, um bodennahe Vegetation unter geeigneten Rahmenbedingungen gezielt durch den Einsatz von Feuer zu entfernen, um die verfügbare Brennstofflast zu verringern.
Mayrs Magazin – Wissen für alle: Forschende testen kontrollierte Waldbrände
Durch die Vorstellung unserer Monitoringflächen auf der Brandfläche in Gänserndorf, Niederösterreich konnten in einem Beitrag gezeigt werden, wie schnell sich die Vegetation nach einem Brand erholt, welche Bäume auch langfristig überleben können und wie man sie dabei unterstützen kann.
ZIB 2 – Was nach einem Waldbrand passiert
Science orf

Waldbrandsaison 2026
Über das außergewöhnliche Waldbrandjahr in Österreich und die extreme Waldbrandsaison in Europa wurde mehrmals berichtet, die Faktoren die zu einem Vegetationsbrand führen können und wie man präventiv vorsorgen kann konnten dabei erklärt werden.
ORF T‑Heute – Waldbrandinferno entkommen

Interview in ORF III
Auch über die Auswirkungen von Waldbränden auf die Vegetation und was nach Waldbränden passiert konnte ebenfalls berichtet werden, um über die langfristigen Folgen für die Gesellschaft zu informieren.
ORF III Aktuell – Langfristige Folgen von Brand „noch sehr gering erforscht“
Im RAI News IT Morgengespräch: Wie Mischwälder Brände und Muren bremsen (26.08.2026) wurden die Rolle des Waldes für die Schutzfunktion der Wälder thematisiert und welche zukünftigen Herausforderungen für die Waldbewirtschaftung zu beachten sind.
Auch die Auswahl an Beiträgen in Print- und Onlinemedien gibt einen Überblick über die Waldbrand-Saison 2026, die in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich war für Österreich:
Salzburger Nachrichten: Waldbrandgefahr: Ein kleiner Fehler kann reichen (13.07.2026)
Der Standard: Heuer bereits doppelt so viele Waldbrände in Europa wie üblich (13.07.2026)
Salzburger Nachrichten: Feuer brennt bergauf schneller als im Flachen (31.07.2026)
Der Standard: Wir steuern auf ein außergewöhnliches Waldbrandjahr zu (06.08.2026)
Der Standard: Waldbrände werden in Österreich stetig zunehmen (13.08.2026)
Der Standard: Waldbrandflächen könnten sich in Europa durch die Klimakrise verdreifachen (20.08.2026)
Der Standard: Savanne statt Forst? Was nach einem Waldbrand kommt (20.08.2026)
Der Standard: Hat der Regen gegen die Waldbrände geholfen? (21.08.2026)
Salzburger Nachrichten: Wenn Frösteln zum Genuss wird: 350 Geschichten über die Hitze (22.08.2026)
Um langfristig ein risikobewusstes Verhalten in Bezug auf die Waldbrandgefahr bei der Bevölkerung zu etablieren ist es wichtig, Menschen, die sich gerne in der Freizeit im Wald aufhalten, über die unterschiedliche Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit anzusprechen. Das Bewusstsein für das Themenfeld Waldbrand und den Einfluss von Klimawandel und menschlichem Verhalten muss in der Gesellschaft geschärft werden, und dazu braucht es die gute Zusammenarbeit von unterschiedlichen Institutionen und Medien um alle Zielgruppen anzusprechen.


