Einschätzung Waldbrandgefahr 31.07 – 02.08
In Westösterreich sowie inneralpin ist die Waldbrandgefahr größtenteils gering bis mäßig (Stufe 2 bzw. 3 von 5). Am ehesten eine mäßige Brandgefahr kann es auf Südhängen in inneralpinen Trockentälern geben. Waldbrände sind damit durchaus möglich und vor allem Blitzschlagbrände – durch die bestehende Gewitteraktivität – wahrscheinlich, Großbrände aber unwahrscheinlich. Schwierig kann sich die Brandbekämpfung dennoch gestalten, weil durch die herrschende Dürre Glimmbrände (häufig nach Blitzschlägen) aufwendige Löscharbeiten erfordern.
In Südösterreich, den nördlichen und südlichen Randgebirgen sowie im Südosten ist derzeit verbreitet eine mäßige Waldbrandgefahr zu erwarten. In windigen, gewitterfreien Gebieten kann sie in den nächsten Tagen vereinzelt auch hoch sein.
Vor allem in östlichen Flach- und Hügelland, also vom Waldviertel bis ins Burgenland (inkl. Alpenostrand), regional auch im Norden (bspw. im Alpenvorland) ist in den nächsten Tagen eine hohe Waldbrandgefahr (Stufe 4 von 5) und eine sehr hohe Flurbrandgefahr zu erwarten. Dies liegt unter anderem an der hier regional extremen (Langzeit-)Trockenheit. Aber: Trotz dieser hohen Waldbrandgefahr bleiben Extrembrände wie in Südeuropa sehr unwahrscheinlich.
Ab Mitte kommender Woche dürfte die Hitzewelle „feuchter“ werden, mit einer höheren Luftfeuchtigkeit und vermehrt Regenschauern und Gewittern. In Westösterreich und den Alpen könnte es dann auch intensiver regnen. Aus jetziger Sicht endet die aktuelle Hitzewelle nächstes Wochenende, womit die Waldbrandgefahr zurückgehen sollte – ob die begleitenden Niederschläge die außerordentliche Trockenheit nachhaltig lindern können, ist jedoch fraglich.

