Sehr geringe Waldbrandgefahr

Einmal mehr haben ergiebige Niederschläge dazu geführt, dass die Waldbrandgefahr in ganz Österreich sehr gering ist. In den kommenden Tagen stellt sich zum ersten Mal in diesem Sommer eine stabile und zunehmend heiße Wetterlage ein. Allerdings dürfte es mit der Hitze zum Monatswechsel wieder vorbei sein. Die Waldbrandgefahr wird bis dahin zwar verbreitet mäßiges Niveau erreichen, für eine hohe Gefährdung (und das Risiko großflächiger Waldbrände) müsste es jedoch über eine Woche heiß und trocken bleiben, was aus heutiger Sicht unwahrscheinlich ist. Mehr als einige Kleinbrände sind nicht zu befürchten. Damit wird der Sommer 2016 - wie schon 2014 und entgegen den Rekordjahren 2013 und 2015 - ungewöhnlich brandschwach ausfallen.

Brandgefährliches Südeuropa

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Waldbrand in Galicia, Spanien, Juli 2016 | © Contando Estrelas CC BY 4.0 / flickr

 
Während die Waldbrandgefahr in Österreich weiterhin ungewöhnlich niedrig ist - bislang wurde im August noch kein einziger Waldbrand registriert - besteht in Teilen Südeuropas eine sehr hohe Feuergefahr. Derzeit ist besonders Spanien betroffen. So wurde vor einigen Tagen auf La Palma (Kanarische Inseln) durch Fahrlässigkeit ein rund 1000 Hektar großer Wald- und Buschbrand ausgelöst, bei dem ein Forstmitarbeiter ums Leben gekommen ist und Hunderte Menschen ihre Häuser verlassen mussten.

> Bericht zum Waldbrand auf La Palma auf der Online-Seite der Tageszeitung „Die Presse“

Von Spanien über Italien bis Griechenland und die Türkei muss auch in den nächsten Tagen mit einer starken Gefährdung durch Waldbrände gerechnet werden. Selbst verheerende Großbrände sind stellenweise zu befürchten, eine Situation, die typischerweise jeden Sommer auftritt. Im Gegensatz zu Österreich, wo in den Sommermonaten bis zu 50% aller Waldbrände durch Blitzschlag ausgelöst werden, sind in Südeuropa fast alle unkontrollierten Feuer auf menschliche Aktivität zurückzuführen - nicht selten auf Fahrlässigkeit oder sogar Brandstiftung.

Brandschwacher Juli | weiterhin geringes Feuerrisiko

Im abgelaufenen Juli wurden nach bisherigen Erkenntnissen nur neun Waldbrände registriert. Wie bereits im Juni mit lediglich vier Bränden, sind damit auch im Juli deutlich weniger Feuer verzeichnet worden, als im Durchschnitt. Die Hauptursache dürfte in der seit Monaten anhaltenden, feucht-wechselhaften und nur leicht überdurchschnittlich warmen Witterung zu finden sein. Mittelfristig ist hier keine Änderung zu erwarten. Die wiederkehrenden Gewitterlagen und Frontdurchgänge mit reichlich Niederschlag verhindern, dass die Waldbrandgefahr merklich ansteigt. Nur kurzfristig und punktuell kann die Feuergefahr etwas erhöht sein. Einzelne Kleinbrände sind nicht auszuschließen, Großbrände bleiben aber sehr unwahrscheinlich.

Waldbrandgefahr unerheblich

Die ergiebigen Niederschläge der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass die momentane Waldbrandgefahr in Österreich als unerheblich eingestuft werden kann. Eine heiße und beständige Wetterphase ist weiterhin nicht in Sicht, auch mittelfristig dürften nur vereinzelt Kleinbrände auftreten. Ob es mit dem Übergang zum August und dem Beginn der „Hundstage“ zu einer Umstellung der Großwetterlage kommt, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Vereinzelt mäßige Brandgefahr

Auf einigen alpinen Südhängen sowie im Osten und Südosten von Österreich kann derzeit von einer erhöhten, teils auch mäßigen Waldbrandgefahr ausgegangen werden. Durch die vergangene, feuchte Witterung sind allerdings nur vereinzelt Kleinbrände und keine großflächigen Feuer zu befürchten. Spätestens am Mittwoch ist es mit der erhöhten Waldbrandgefahr überall wieder vorbei. Eine Kaltfront sorgt für intensiven Regen und eine nachhaltige Abkühlung. Bis Ende Juli ist damit keine relevante Waldbrandgefahr mehr zu erwarten.

Geringe Waldbrandgefahr

Die dreitägige Hitzewelle Ende Juni hat wie erwartet nur vereinzelt zu kleinen Waldbrände geführt. In erster Linie wurden diese durch Blitzschläge ausgelöst. Nach wie vor ist die Großwetterlage in Mitteleuropa geprägt von kurzen Einschüben schwül-warmer Luftmassen aus dem Mittelmeerraum, gefolgt von teils kräftigen Frontdurchgängen. Dabei sollte es in den kommenden Tagen aber nicht mehr so verbreitet Unwetter geben wie zuletzt. Bis Ende der Woche bleiben die Temperaturen gedämpft, danach könnte eine weitere Hitzewelle anstehen. Derzeit ist die Waldbrandgefahr in Österreich aber gering.

Erste Hitzewelle des Jahres | Brandgefahr noch gering

Feldbrand Schwadorf
Feldbrand bei Schwadorf, südlich von Wien, Juli 2015 | © Mortimer M. Müller

 
Pünktlich zum kalendarischen Sommerbeginn erreicht Österreich schwülheiße Luft aus dem Mittelmeerraum. Bereits heute Donnerstag, 23. Juni, wird verbreitet die 30-Grad-Marke geknackt. Am Freitag und Samstag können die Temperaturen in Föhngebieten sogar über 35 Grad steigen. Dazu ist es vorerst noch trocken. Erste Hitzegewitter sind ab morgen möglich, am Samstag und Sonntag wird es verbreitet gewittrige Niederschläge geben - auch Unwetter sind zu befürchten.
 
Durch den ergiebigen Regen der vergangenen Wochen ist die Brandgefahr derzeit nur leicht erhöht. Die Vegetation hat viel Wasser aufgenommen und ist nicht brandgefährdet. Allerdings können bereits wenige Tage Hitze ausreichen, um die Waldbrandgefahr zu erhöhen. So wird von EFFIS ab morgen in der Osthälfte Österreichs eine mäßige Gefährdung simuliert. Damit sind kleinere Waldbrände möglich, abgesehen von Flurbränden, die bereits jetzt auftreten.
 
Die Hitzewelle ist aber nur von kurzer Dauer. Spätestens am Montag wird es überall kühler, auch der Dienstag ist voraussichtlich unbeständig. Ob es danach wieder heiß wird, ist noch unsicher. Interessant dabei: Der 27. Juni ist der sogenannte Siebenschläfertag, ein Lostag für den weiteren Witterungsverlauf. Die tatsächliche Bedeutung bezieht sich aber nicht auf den 27. Juni, sondern auf den 07. Juli - bedingt durch die Umstellung auf den Gregorianischen Kalender. Dabei gibt es einen deutlichen statistischen Zusammenhang zwischen der Wetterlage Anfang Juli und dem weiteren Sommerverlauf. Wenn sich, wie etwa 2013 geschehen (damals gab es im Juli und August über 100 Waldbrände), eine stabile Hochdrucklage etablieren kann, ist es wahrscheinlich, dass diese wochenlang anhält und die Waldbrandgefahr deutlich ansteigt.

Sehr geringe Waldbrandgefahr

Nach wie vor ist stabiles Hochdruckwetter nicht in Sicht. Die Großwetterlage, die mit wenigen Ausreißern seit Monaten unverändert ist, bringt auch in den nächsten Tagen sehr feuchte und mäßig warme Verhältnisse. Immer wieder besteht die Gefahr schwerer Gewitter und großer Regenmengen. Derzeit gibt es keine Anzeichen, dass es zu einer nachhaltigen Umstellung der Witterung kommen könnte. Einzelne kleine Waldbrände können zwar nicht ausgeschlossen werden, in Summe ist die Waldbrandgefahr aber in ganz Österreich sehr gering.

Frühjahrsrückblick | Waldbrände unwahrscheinlich

Das vergangene Frühjahr liegt mit derzeit 66 bekannt gewordenen Waldbränden nahe dem Mittel (57) der vergangenen 25 Jahre. Außergewöhnlich große oder brandintensive Feuer traten nicht auf. Der flächengrößte Waldbrand bleibt das Ereignis vom 22. Februar in Puchberg am Schneeberg mit knapp zwei Hektar. Die beiden Brände vom 11. Mai im Land Salzburg erfassten zwar drei bzw. mehr als acht Hektar, davon waren jeweils aber nur 1,5 Hektar Wald betroffen. Die meisten Waldbrände gab es in den vergangenen drei Monaten in der Steiermark (21), gefolgt von Kärnten (12) und Tirol (9). Keine Waldbrände traten bislang in Vorarlberg und Wien auf.
 
In den meisten Regionen Österreichs ist die Waldbrandgefahr derzeit sehr gering. Die aktuelle feucht-warme Witterung bleibt uns auch in den nächsten Tagen erhalten. Immer wieder kann es im ganzen Land gewittrige und teils ergiebige Starkregenereignisse geben. Bis zur Umstellung der Großwetterlage bzw. der ersten Hitzewelle des Jahres sind keine größeren oder intensiven Waldbrände zu befürchten.

Waldbrand Scharnitz | Feuergefahr sinkt

Gestern ereignete sich ein größerer Waldbrand in Scharnitz, Tirol. Das intensive Bodenfeuer griff auch auf die Baumkronen über. Föhn und Temperaturen bis 30 Grad begünstigten eine rasche Brandausbreitung. Mehr als ein halber Hektar Wald gingen in Flammen auf. Drei Feuerwehren und ein Helikopter brachten den Waldbrand bis zum Abend unter Kontrolle. Brandursache könnte eine weggeworfene Zigarette gewesen sein.

> Bericht zum Waldbrand in Scharnitz, Tirol, auf der Seite des LFV Innsbruck-Land

Aktuell wird östlich von Salzburg eine erhöhte Waldbrandgefahr verzeichnet. Morgen ist es damit überall vorbei. In den kommenden Stunden nehmen die Niederschläge von Südwesten her zu, über Nacht regnet es im gesamten Bundesgebiet teils intensiv. Am Mittwoch beruhigt sich das Wetter, gegen Ende der Woche wird es erneut sehr warm. Da es unbeständig bleibt, ist vorerst keine hohe Waldbrandgefahr zu erwarten.

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