Waldbrandgefahr wieder gering

Die aktuelle Wetterlage bringt in weiten Teilen Österreichs teils ergiebige Niederschläge, vielfach auch in Form von Schnee. Damit ist die Waldbrandgefahr überall sehr gering.

Aufgrund der derzeitigen Großwetterlage ist eine stabile Hochdruckphase oder markante Föhnlage in nächster Zeit unwahrscheinlich. Voraussichtlich bleibt die Waldbrandgefahr damit bis zum nächsten Frühjahr unerheblich. Nur ganz vereinzelt sind kleinflächige Entstehungsbrände möglich, relevante Waldbrände sollten nicht auftreten.

Ein Waldbrand-Rückblick auf das ablaufende Jahr folgt Anfang 2019.

Brandkatastrophe Kalifornien

Die verheerenden Wald- und Buschbrände in Kalifornien haben in den letzten Tagen mehr als 70 Menschenleben gefordert. Hunderte Personen werden noch vermisst, mehr als 10.000 Häuser wurden zerstört. Damit handelt es sich um das tödlichste Feuer in der Geschichte des amerikanischen Staates. Inzwischen sind die großflächigen Waldbrände, die rund 1000 Quadratkilometer erfasst haben, zum überwiegenden Teil unter Kontrolle.

> Bericht zu den Waldbränden in Kalifornien auf orf.at
 
Bei der Suche nach der Ursache der massiven Brände wurden bereits verschiedene Theorien geäußert. Tatsächlich dürfte es aber nicht den „einen“ Grund geben, sondern mehrere Faktoren zusammengespielt haben.
 
Zunächst sind sicherlich die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen zum Zeitpunkt der Katastrophe als Ursache für das extreme Ausmaß der Brände zu nennen. Dürre in Verbindung mit stürmischem Wind führte zu einer rasanten Ausbreitung der Flammen – eine Flucht war teilweise nicht mehr möglich. Auffällig ist auch die Häufung an extremen Waldbrandereignissen in den letzten Jahren. Es ist wahrscheinlich, dass diese Zunahme mit dem anthropogen bedingten Klimawandel zusammenhängt; eine Annahme, die von zahlreichen Experten aus der Klima- und Waldbrandforschung gestützt wird.
 
Nicht immer wurden und werden bei der Errichtung von Gebäuden die empfohlenen Schutzmaßnahmen umgesetzt, etwa hinsichtlich des Abstandes zu brennbarer Vegetation oder betreffend vorbeugender Brandschutzmaßnahmen – ein Thema, das unter dem Begriff Wildland-Urban-Interface (WUI) zusammengefasst wird und auch in Europa an Brisanz gewinnt.
 
Zudem sind die Waldstruktur und das Forstmanagement in Kalifornien bzw. in den USA generell nicht mit mitteleuropäischen Verhältnissen zu vergleichen. Beispielsweise gibt es große Waldflächen, die wenig bewirtschaftet werden, wodurch sich viel brennbares Material ansammeln kann und die Gefahr von Vollbränden erhöht ist. Daneben ist das Forststraßennetz weitaus weniger dicht, als etwa in Österreich. Ein Zufahren und das direkte Bekämpfen von Bränden ist gerade in der entscheidenden Entstehungsphase mitunter nicht möglich.
 
Auch muss die Struktur des Feuerwehrwesens berücksichtigt werden. In den USA gibt es zahlreiche professionelle Waldbrand-Bekämpfungseinheiten. Allerdings existiert kein Netz aus Freiwilligen Feuerwehren, wie es in Österreich der Fall ist. Gerade bei Beginn eines Brandes ist jedoch ein dichtes Netzwerk entscheidend, wie die heimischen Erfahrungen zeigen: Bei den meisten gemeldeten Waldbränden kann innerhalb von zwanzig Minuten mit der Brandbekämpfung begonnen werden – ein internationaler Spitzenwert. Dies dürfte einer der Hauptgründe sein, weshalb Waldbrände in Österreich selbst unter brandgefährlichen Witterungsbedingungen überwiegend klein bleiben.
 
Zuletzt muss bei der Brandkatastrophe in Kalifornien ein weiterer Punkt beachtet werden: Waldbrände entstehen nicht von selbst - es braucht eine Zündquelle. 95 % aller unkontrollierten Vegetationsbrände weltweit werden direkt oder indirekt durch den Menschen ausgelöst. Als einzige relevante natürliche Ursache sind Blitzschläge zu nennen, diese dürften jedoch in Kalifornien keine Rolle gespielt haben. Daraus folgt, dass die verheerenden Waldbrände anthropogen ausgelöst wurden - vorausschauendes Handeln hätte sie womöglich verhindern können.

Mäßige Brandgefahr in höheren Lagen

Während im Flach- und Hügelland immer öfter Nebel für trübe und feuchte Verhältnisse sorgt, gibt es auf den Bergen durch die beständige Hochdrucklage vielfach sonniges Wetter. In Verbindung mit leichtem Föhn ist hier die Waldbrandgefahr erhöht.
 
Die letzten ergiebigen Niederschläge in Österreich gab es Ende Oktober. Besonders in Osttirol und Kärnten kamen dabei erhebliche Regenmengen zusammen. Aber auch in den meisten anderen Regionen ist es nicht trocken geblieben. Inzwischen hat sich jedoch eine beständige und teils föhnige Hochdrucklage etabliert. Auf südexponierten Berghängen der Alpennordseite ist die Entzündungsgefahr von Waldbränden oberhalb von rund 1000 Meter Seehöhe erhöht bis mäßig, wie zuletzt der Brand am Untersberg in Salzburg gezeigt hat. Großfeuer und Vollbrände sind durch den überwiegend schwachen Föhn sowie aufgrund der feuchten letzten Oktoberdekade unwahrscheinlich.
 
Die trockene und leicht föhnige Wetterlage dürfte noch mindestens eine Woche lang anhalten, möglicherweise auch länger. Ein nachhaltiger Kaltlufteinbruch oder ergiebige Niederschläge für die Alpennordseite sind derzeit nicht in Sicht.

Waldbrände Kalifornien

Einmal mehr steht Kalifornien hinsichtlich des Waldbrandgeschehens in den Schlagzeilen. In mehreren Gebieten toben Wald- und Buschbrände, die bereits mehrere Menschenleben gefordert und Dutzende Gebäude zerstört haben. Mehr als 30.000 Hektar wurden bislang von den Flammen erfasst, Zehntausende Häuser mussten evakuiert werden.

Besonders kritisch ist die Kombination von starkem Wind und Trockenheit, wodurch eine rasche Ausbreitung begünstigt wird und Gefahr für die Bevölkerung und Einsatzkräfte besteht. Eine nachhaltige Entspannung der Lage ist vorerst nicht zu erwarten, auch in den kommenden Tagen dürfte es in Teilen Kaliforniens brandgefährlich bleiben.
 
> Bericht zu den Waldbränden in Kalifornien auf orf.at

Bildungsfilm Waldbrand

Seit zwei Jahren kooperiert das Institut für Waldbau an der BOKU im Rahmen von Diplomarbeiten mit der HTL Donaustadt. Während im Frühjahr der Prototyp eines integralen Waldbrand-Gefahrensystems erstellt worden ist, laufen derzeit die Arbeiten für einen Bildungsfilm zur Waldbrand-Thematik.
 
Der Kurzfilm soll die verschiedenen Aspekte von Waldbränden in Österreich behandeln, etwa hinsichtlich der Vorbeugung, Entstehung, Ausbreitung, Bekämpfung und Nachbehandlung von Brandflächen. Umgesetzt wird diese Arbeit von drei Diplomschülern. Zielgruppe des Bildungsfilms sind ebenfalls Schüler - das Projekt wird also von Schülern für Schüler verwirklicht.
 
 

In den letzten Wochen fanden erste Interviews mit Waldbrand-Experten statt. Vom Institut für Waldbau wurde Harald Vacik interviewt, Leiter der österreichischen Waldbrandforschung an der BOKU in Wien. Daneben fanden auf der Waldbrandfläche von 2013 bei Saubersdorf im südlichen Niederösterreich Interviews mit dem zuständigen Bezirksförster Georg Heinz sowie mit Gerhard Leitner, dem Kommandanten der Feuerwehr Saubersdorf statt.
 
 
 

Die Dreharbeiten sollen Ende November abgeschlossen sein. Neben Interviews sind auch Animationen, etwa zur Brandentstehung und zu den unterschiedlichen Waldbrandarten geplant. Zudem soll es eine Web-Plattform geben, über die Inhalte des Films abgerufen werden können. Die Fertigstellung des Bildungsfilms ist für Anfang 2019 vorgesehen.

Waldbrand Defereggen

Am Samstagnachmittag, 20.10.2018 ist im oberen Defereggental nördlich der Seebachalm ein großflächiger Wald- und Almwiesenbrand ausgebrochen. Ausgelöst wurde der Waldbrand durch das Abbrennen von Stauden. Das Feuer geriet außer Kontrolle und breitete sich durch Wind und Thermik hangaufwärts in den Lärchen-Zirbenwald aus. Mehrere Feuerwehren und bis zu fünf Helikopter bekämpften die Flammen. Ein endgültiges „Brandaus“ konnte erst nach mehr als 24 Stunden verkündet werden.

Speziell im Bereich des Zirbenwaldes griffen die Flammen auf die Baumkronen über, womit es sich um einen Vollbrand bzw. ein Kronenfeuer gehandelt hat. Insgesamt war eine Fläche von vier bis fünf Hektar betroffen.

> Bericht zum Waldbrand bei St. Jakob in Defereggen (Kärnten), auf tirol.orf.at
 
Die Waldbrandgefahr in Österreich ist durch die Trockenheit und die vergangenen Föhnereignisse besonders in mittleren Lagen oberhalb von etwa 1000 Meter Seehöhe leicht erhöht, stellenweise auch mäßig. Mitte der Woche dürften flächendeckende Niederschläge für eine weitgehende Entspannung sorgen.

Völlig gebannt ist die Waldbrandgefahr aber noch nicht. Sollte sich eine kräftige und/oder mehrwöchige Föhnlage etablieren, ist selbst im Dezember eine hohe Waldbrandgefahr möglich, wie zuletzt 2015 geschehen.

Mehrere Waldbrände | Mäßige Brandgefahr

Durch die stellenweise erhebliche Trockenheit in Verbindung mit ungewöhnlich hohen Temperaturen und zahlreichen Sonnenstunden, wurde in den vergangenen Tagen die Entstehung mehrerer kleinflächiger Waldbrände begünstigt.
 
Der flächengrößte Waldbrand ereignete sich am Samstag, 13. Oktober 2018 in der Gemeinde St. Aegyd am Neuwalde (Niederösterreich). Vermutlich durch Unachtsamkeit brach unterhalb einer Forststraße ein Bodenfeuer auf einer Schlag- bzw. Dickungsfläche aus. Die Flammen breiteten sich auf rund tausend Quadratmeter aus, konnten aber bis zum Abend unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.

> Bericht zum Waldbrand in St. Aegyd, NÖ, auf der Seite des BfKdo Lilienfeld
 
Durch die fehlende Nebelbildung und den seit Tagen kräftigen Föhn gibt es nicht nur im Mittelgebirge, sondern auch in tiefen Lagen ausreichend trockene Bedingungen für die Entstehung von Wald- und Flurbränden. Derzeit herrscht in vielen Teilen Österreichs eine leicht erhöhte oder auch mäßige Waldbrandgefahr auf der fünfteiligen Warnskala.

Besonders trocken ist es in Ostösterreich sowie im Norden - auch unterstützt durch den kräftigen Föhn. Ebenso können in inneralpinen Föhngebieten Waldbrände nicht ausgeschlossen werden. Die Waldbrandgefährdungskarte der ZAMG sieht teilweise sogar eine sehr hohe Waldbrandgefahr (rot), dies dürfte jedoch nicht der Realität entsprechen. Eher ist verbreitet eine mittlere Gefährdungsstufe anzunehmen, womit vermehrt Kleinbrände möglich sind. Eine hohe Waldbrandgefahr, wie beispielsweise im Dezember 2015 der Fall, ist derzeit nicht zu erwarten.

Waldbrand-Gefährdungskarte der ZAMG für den 15.10.2018 | © ZAMG

 
Bis zum Wochenende sollte das überwiegend trockene und milde Herbstwetter anhalten. Allerdings schwächt sich der Föhn zusehends ab, womit die Ausbreitungsgefahr von Waldbränden zurückgeht und die Nebelwahrscheinlichkeit steigt. Ab dem Beginn der kommenden Woche werden von den Wettermodellen erste relevante Niederschläge berechnet. In welchen Regionen wie viel Regen fällt, ist aber noch ungewiss.

Göriach - drei Jahre danach

Am 22. April 2015 wurde die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Göriach/Lurnfeld in Kärnten zu einem beginnenden Waldbrand auf die gleichnamige Alm gerufen.

Was zunächst nach einem leicht zu löschenden Brand ausgesehen hatte, verwandelte sich in ein Flammeninferno, als brennende Baumteile herabfielen, neue Feuer entfachten und sich der Brand durch die Thermik und Trockenheit in ein Kronenfeuer verwandelte. Erst nach mehr als einer Woche konnte der 80-Hektar-Brand - der flächengrößte seit rund 50 Jahren - endgültig gelöscht werden. Weitere Informationen zum Brandereignis können HIER nachgelesen werden.
 
 

Im August 2018 fand eine Begehung der Brandfläche durch das Institut für Waldbau, Universität für Bodenkultur Wien, gemeinsam mit dem Kommandanten und Einsatzleiter der FF-Göriach/Lurnfeld, Thomas Rainer, sowie dem Leiter des Kärntner Flugdienstes, Stefan Wernig statt (sämtliche Fotos © Mortimer M. Müller).
 
 

Auf der Fläche wurden unmittelbar nach dem Ende der Brandbekämpfung umfangreiche Begrünungs- und Bepflanzungsmaßnahmen gesetzt, etwa mit Klebesaat per Helikopter. Als Resultat sind hier zahlreiche standorttypische Gräser und Stauden vorhanden, die Bodendeckung ist generell sehr gut. Gehölze finden sich allerdings durch den starken Graswuchs nur wenige, am ehesten sind Roter Holunder (Sambucus racemosa) sowie Fichten (Picea abies) anzutreffen (letztere vornehmlich gepflanzt), vereinzelt auch Grauerle (Alnus incana) und Weiden (Salix spp.).
 
 

Erosionserscheinungen sind derzeit auf der Brandfläche kaum zu beobachten - ein gutes Zeichen dafür, dass die Begrünungsmaßnahmen gegriffen haben. Bis auf der Brandfläche allerdings wieder ein geschlossener Hochwald zu finden ist, wird es einige Jahrzehnte dauern; sofern die zunehmenden klimatischen Extreme des Klimawandels keine allzu dramatischen Auswirkungen auf die Regeneration des Baumbestandes haben.
 
 

Sommerrückblick 2018 | Ende Waldbrandsaison

Der Sommer in Österreich war hinsichtlich des Waldbrandgeschehens zweigeteilt. Im Juni und Juli gab es mit sieben bzw. vierzehn Bränden verhältnismäßig wenig unkontrollierte Feuer in Waldgebieten, während im August 42 Waldbrände vermerkt wurden, was eine überdurchschnittliche Zahl an Bränden bedeutet.

Zusammengenommen handelt es damit nach dem unterdurchschnittlichen Frühjahr um einen normalen Sommer - zumindest hinsichtlich der Anzahl der Waldbrände. Auffallend ist, dass es dieses Jahr fast nur Kleinbrände und lediglich vier Feuer mit einer Brandfläche von einem Hektar oder mehr gegeben hat, und das trotz der teilweise erheblichen Trockenheit. Erklärt werden kann dies damit, dass

1) in den besonders trockenen Regionen (OÖ Zentralraum, Weinviertel) wenig Waldflächen vorhanden sind,

2) es ein generell windschwacher Sommer war; starker Wind ist aber entscheidend für eine rasche Brandausbreitung,

3) inneralpin durch die wiederkehrenden Regenschauer und Gewitter zumindest oberflächlich oft feuchte Bedingungen gegeben waren,

4) die Appelle von Behörden und Feuerwehren zum vorsichtigen Umgang mit Feuer dieses Jahr gut aufgenommen wurden.
 
  

Die meisten Waldbrände gab es in Niederösterreich (16), gefolgt von Oberösterreich (10), Salzburg und Kärnten mit jeweils neun Feuern sowie Tirol mit acht Waldbränden. Fünf unkontrollierte Feuer wurden sowohl in der durchwegs feuchten Steiermark als auch in Vorarlberg registriert, nur einer im Burgenland. Im Bundesgebiet von Wien kam es dieses Jahr zu keinem Waldbrand.

Der größte Waldbrand des Jahres ereignete sich am 21. August im südlichen Oberösterreich. Oberhalb von Hallstatt geriet ein steiles Waldgebiet in Brand und konnte erst nach vier Tagen endgültig gelöscht werden. Fünf (horizontal) bzw. zehn (neigungskorrigiert) Hektar Waldboden standen in Flammen. Die Schäden und Gesamtkosten für Bekämpfung und Sicherungsmaßnahmen dürften ein bis zwei Millionen Euro betragen.
 
Inzwischen hat die Waldbrandsaison in Österreich durch die erneuten, sehr ergiebigen Niederschläge überall ein Ende gefunden. Aufgrund der Witterung und der Jahreszeit sind in den kommenden Wochen selbst Entstehungsbrände sehr unwahrscheinlich. Nur im Fall einer stabilen Hochdrucklage über mehrere Wochen in Verbindung mit Föhn, könnte es im Spätherbst in Lagen oberhalb der Nebelgrenze noch einmal gefährlich werden. Ob es dazu kommt, ist aber ungewiss - zuletzt trat eine solche Situation Ende 2015 auf.

Waldbrandmanagement in Kenia

Im Rahmen des durch die Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) geförderten Projekts FIREMAPS konnten für Kenia in Ostafrika die Methoden der Waldbrandprävention erforscht bzw. entwickelt werden, und auch die Waldbrandbekämpfung verbessert werden. Diese Maßnahmen können unter dem Begriff „Integrales Feuermanagement“ zusammengefasst werden. In einer kürzlich erschienenen Publikation konnten die Ergebnisse des Projektes am Beispiel des Waldbezirks Gathiuru zusammengefasst werden.
 

Fire Managers in Mount Kenya, August 2016 | © Kevin Nyongesa

Die Gemeinden rund um den Mount Kenya sind sich der Gefahren durch Waldbrände während der Brandsaison durchaus bewusst. Es wird aber auch der Nutzen beim Einsatz von Feuer in der Landnutzung erkannt. Ein Abwägen der unterschiedlichen Interessen ist entscheidend für ein erfolgreiches „Integrales Feuermanagement“. Handlungsbedarf besteht auch bei der Koordination der Einsätze und der Organisationen, bei der Beachtung von Unterschieden im regionalen und saisonalen Auftreten von Waldbränden und bei der Einbeziehung der lokalen Communities in Entscheidungsprozesse zum Waldbrandmanagement.
 

Auftreten von Waldbränden rund um den Mt Kenya | © Gergo Dioszegi

Das Projekt FIREMAPS unterstützte die Verantwortlichen in den Gemeinden und in der lokalen Regierung in der Vorsorge und Bekämpfung von Bränden durch die Erarbeitung der Grundlagen für die Erstellung von Waldbrandgefährdungskarten. Dabei erfolgte eine partizipative Einbindung unterschiedlicher Stakeholder bei der Identifizierung von Waldbrand gefährdeten Gebieten und den Ursachen von Waldbränden. Die Analyse der Zusammenhänge zwischen sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen, Wetterdaten, Vegetationszusammensetzung und Bränden erlaubte eine Verbesserung des Bewusstseins über die positiven und negativen Auswirkungen von Waldbränden am Mt Kenya.
 
Nähere Informationen zum Projekt FIREMAPS können auf der Website der KEF abgerufen werden.

Eine Nachlese zum Projekt bietet auch ein Vortrag im Naturhistorischen Museum Wien der HIER abgerufen werden kann.

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