Waldbrandgefahr überwiegend gering

In den vergangenen Tagen hat es landesweit immer wieder Niederschläge gegeben. Gemeinsam mit dem Vegetationsaustrieb bis hinauf an die Baumgrenze ist die Waldbrandgefahr gering (warum das so ist, kann HIER nachgelesen werden). Auch mittelfristig geht es unbeständig weiter, dabei bleibt das Temperaturniveau im Bereich des langjährigen Durchschnitts. Glaubt man den aktuellen Langfristvorhersagen, so wird sich in nächster Zeit keine stabile Hochdrucklage einstellen. Die Waldbrandgefahr sollte nur vereinzelt und kurzfristig erhöht sein. Daran dürfte sich bis zur ersten Hitzewelle des Jahres nichts ändern - und eine solche tritt meist erst nach Mitte Juni auf.

Ö1 „Welt im Ohr“ zum Thema Feuer & Leben

Am 12.05.2017 ist im Rahmen des ORF Ö1 Campusradio ein Beitrag zum Thema Feuer, Leben und Biodiversität ausgestrahlt worden. Dr. Christian Berg, Wissenschaftlicher Leiter des Botanischen Gartens der Karl-Franzens Universität in Graz und Ao.Univ.-Prof. Dr. Harald Vacik, Leiter der österreichischen Waldbrandforschung am Institut für Waldbau, Universität für Bodenkultur Wien, wurden zum Thema interviewt.

Waldbrände haben unterschiedliche Ursachen und können für Menschen und Ökosysteme bedrohlich sein. Feuer ist jedoch auch ein natürlicher Prozess, bei dem Platz für neues Leben entsteht und sich biologische Vielfalt regenerieren und entfalten kann. Welche sozio-ökonomischen Ursachen haben anthropogen verursachte Waldbrände? In der Sendung diskutieren die Teilnehmer über natürliche Zyklen, Verluste für Wald und Tiere sowie über die Auswirkungen von Waldbränden auf Mensch und Umwelt. Der Ökologe Christian Berg erzählt, wie Vegetationsbrände entstehen und warum sie wesentlich für die Biodiversität sind. Harald Vacik hat sich als Forstwirt u. a. im Rahmen des KEF-Projekts FIREMAPS wissenschaftlich und praxisnah mit Feuermanagement im Mount Kenya Nationalpark beschäftigt.

Gestaltung und Moderation: Maiada Hadaia

Sendetermin: Freitag, 12.05.2017, 20:00-21:00

Nachhören: per Campusradio oder als Podcast

„Welt im Ohr“ ist eine Sendereihe der OeAD-Abteilung für Bildung und Forschung für internationale Entwicklungszusammenarbeit.

Waldbrand Innsbruck | Feuergefahr leicht erhöht

Gestern Nachmittag entstand durch eine unachtsam weggeworfene Zigarette ein Waldbrand am Südhang des Hechenbergs nahe der Kranebitter Klamm. Das Feuer konnte bis zum Abend trotz massivem Hubschraubereinsatz nicht unter Kontrolle gebracht werden. Über Nacht breitete es sich im sehr steilen Gelände weiter aus. Aktuell sind die Bekämpfungsmaßnahmen durch mehrere Feuerwehren, Helikopter und das Bundesheer noch nicht abgeschlossen. Voraussichtlich kann erst morgen Brandaus gegeben werden. Nach letzten Informationen ist etwa ein halber Hektar Waldboden durch das Feuer betroffen. Bei dem Brandereignis hat es sich durch die vorherigen Regenfälle und den feuchten Untergrund um ein Lauffeuer geringer Intensität gehandelt, wodurch in erster Linie die Grasnarbe verbrannt ist und kaum Bäume geschädigt wurden.

> Bericht zum Waldbrand bei Innsbruck, Tirol, auf tirol.orf.at

Österreichweit gesehen ist die Waldbrandgefahr gering. Nur vereinzelt wird eine leicht erhöhte Brandgefahr verzeichnet. In erster Linie sind südseitig ausgerichtete Nadelwälder in mittleren und höheren Lagen gefährdet, so wie es aktuell in Innsbruck der Fall war. Hier kann die Bodenstreu im Zusammenspiel mit (Föhn-)Wind und Sonneneinstrahlung bereits ein, zwei Tage nach einem Regenereignis trocken genug für eine rasche Brandentstehung sein. In Laubwäldern bzw. in Nadelwäldern mit mehr Unterwuchs und einer ausreichend feuchten Frühjahrsvegetation sind Waldbrände nur dann möglich, wenn eine starke Wärmequelle einwirkt - so wie vor einigen Tagen bei Ternitz in Niederösterreich der Fall, wobei hier durch Brandstiftung mehrere kleinflächige Waldbrände verzeichnet wurden.

> Bericht zum Waldbrand bei Ternitz, Niederösterreich, auf einsatzdoku.at

In den kommenden Tagen bleibt die Waldbrandgefahr durch rege Schauer- und Gewittertätigkeit sowie den Vegetationsaustrieb größtenteils gering. Ab Ende nächster Woche könnte es verbreitet nass und kühler werden. Damit sollte die Feuergefahr überall auf sehr geringes Niveau sinken.

Vortrag Naturhistorisches Museum

Im Mai kooperieren die Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) und das APPEAR-Programm (Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development) mit dem Naturhistorischen Museum im Rahmen der Mittwochsveranstaltungen. An drei Abenden präsentieren Projektleiter/innen ihre Forschungen einem breiten Publikum.

Am 17. Mai 2017 um 18:30 hält Ao.Prof. Dr. Harald Vacik vom Institut für Waldbau, Universität für Bodenkultur Wien und Leiter des KEF-Projects FIREMAPS einen Vortrag über Waldbrände in Kenia. Unter dem Motto „Der Mensch und das Feuer – Mount Kenya Nationalpark“ präsentiert er erste Ergebnisse aus dem laufenden Projekt und zur Problematik der durch Menschen verursachten Waldbrände in Kenia. 

Veranstaltungsort: Naturhistorisches Museum Wien, Vortragssaal, Burgring 7, 1010 Wien

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Vortrag sind HIER zu finden.

Geringe Waldbrandgefahr

Inzwischen sind die erwarteten Regenfälle eingetroffen und sorgen in ganz Österreich für nasse Verhältnisse. Besonders im Süden und Westen sind ergiebige Niederschläge dabei. Die Waldbrandgefahr ist überall gering. In den nächsten Tagen bleibt es unbeständig und kühl, eine längere Hochdruckphase ist nicht in Sicht. Aufgrund der Niederschläge und dem Vegetationsschub ist auch in den kommenden Wochen von einer unbedeutenden Waldbrandgefahr auszugehen.

Großbrand Oberwart

Gestern am späten Abend brach zwischen Oberwart und Buchschachen im Mittelburgenland ein großflächiger Waldbrand aus. Aus unbekannter Ursache fing eine ehemalige Kahlschlagfläche Feuer. Der Waldbrand breitete sich vom Jungwuchs bis in den Fichten-Hochwald aus, blieb aber von mäßiger Intensität. Rund drei Hektar Waldboden wurden durch das Feuer geschädigt. Ein Großeinsatz der Feuerwehren brachte den Brand rasch unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten konnten aber erst heute abgeschlossen werden.

> Bericht zum Waldbrand bei Oberwart, Burgenland, auf burgenland.orf.at

Mäßige Brandgefahr | Ende der Trockenheit in Sicht

Noch einmal herrscht in weiten Teilen Südösterreichs eine mäßige Waldbrandgefahr. Von Osttirol über Kärnten, die südliche und mittlere Steiermark bis ins Burgenland sind die Böden durch die Trockenheit der vergangenen Wochen ausgedörrt. Morgen stellt sich eine Südföhnlage ein, damit steigt die Waldbrandgefahr im Südosten noch einmal an. In den übrigen Teilen Österreichs ist die Feuergefahr gering.

Das Ende der Dürre ist aber in Sicht. Im Westen, Norden und Osten hat es bereits in den letzten Tagen ergiebig geregnet und geschneit. Am Mittwoch trifft aus Nordwesten eine Kaltfront ein, die über dem Alpenbogen verwellt und ein mächtiges Mittelmeertief initiiert. Die Folge sind ergiebige Niederschläge, diesmal auch - und besonders - im Süden und Südosten Österreichs. Teilweise sind sogar erhebliche Regen- und Schneemengen wahrscheinlich. Spätestens am Donnerstag ist die Waldbrandgefahr überall sehr gering.

Mittelfristig bleibt es wechselhaft und zu kühl für die Jahreszeit. Aufgrund dieser Aussichten und dem weit fortgeschrittenen Vegetationsaustrieb bis in mittlere Höhenlagen, ist in den kommenden Wochen mit keiner relevanten Waldbrandgefahr mehr zu rechnen.

Überwiegend geringe Waldbrandgefahr

In den vergangenen Tagen hat es nahezu überall in Österreich Niederschläge gegeben, auch wenn die Regenmengen im Süden gering geblieben sind. Von heute bis Freitag sorgt ein ungewöhnlich heftiger Kaltlufteinbruch für verbreitet winterliche Verhältnisse. Vielerorts kann es sogar bis ins Flachland schneien. Dazu besteht die akute Gefahr von Morgenfrost. Im Westen und Norden, aber auch im Osten, sind ergiebige Niederschläge sehr wahrscheinlich. Mittelfristig bleibt es hier kühl und feucht, womit die Waldbrandgefahr bis in den Mai hinein unbedeutend bleiben sollte.

Wetterbegünstigt bleiben der Süden und Südosten Österreichs. Mit Nordföhn wird es nur wenige Regen- und Schneeschauer geben. Stellenweise ist die Waldbrandgefahr durch die vergangene Trockenheit noch leicht erhöht. Allerdings sollten, wenn überhaupt, nur Kleinbrände auftreten. Eine hohe Feuergefahr ist auch im Süden in den kommenden zwei, drei Wochen unwahrscheinlich.

Waldbrandgefahr bleibt erhöht

Entgegen der Prognosen vor einer Woche sind die Niederschlagsmengen vielerorts unter den Erwartungen geblieben. Auch für die kommenden Tage deuten die Wettermodelle trockenere Bedingungen an, als noch vor Kurzem berechnet. Selbst das Temperaturniveau bewegt sich für Mitte April im durchschnittlichen Bereich.

Von Osttirol über Kärnten, die Südoststeiermark, das Burgenland bis nach Wien und Niederösterreich sind in den nächsten Tagen nur im Zuge von Regenschauern und Gewittern Niederschläge zu erwarten. Aufgrund der vergangenen Trockenheit reichen die Regenmengen voraussichtlich nicht für eine nachhaltige Reduktion der Waldbrandgefahr. Schon ein, zwei trockene und windige Tage können ein erhöhtes bis mäßiges Feuerrisiko bewirken. Im Rahmen der traditionellen Osterfeuer ist in den genannten Gebieten Vorsicht geboten.

Eine nachhaltige Entspannung der Brandgefahr im Süden und Osten ist frühestens Anfang kommender Woche in Sicht.

Mittelfristig geringe Waldbrandgefahr

Seit Montag hat es fast überall in Österreich Niederschläge gegeben. Nur in Teilen Unterkärntens, der Oststeiermark und des Burgenlands blieb es überwiegend trocken. In den kommenden Tagen etabliert sich ein Zwischenhoch über Mitteleuropa. Mit dem auflebenden Wind kann die Waldbrandgefahr in den bislang niederschlagsfreien Regionen - speziell im Bereich des Klagenfurter Beckens - noch einmal ein mäßiges Niveau erreichen.

Spätestens ab Dienstag dürfte es nachhaltig kühler und unbeständiger werden. Regen ist dann überall im Land zu erwarten, teilweise sind sogar große Regenmengen möglich. Auch die Osterfeiertage sehen aus heutiger Sicht durchwachsen aus. Mittelfristig ist damit keine relevante Waldbrandgefahr mehr zu erwarten.

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