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Großbrand Kärnten | Teils hohe Waldbrandgefahr

Gestern Abend brach oberhalb von Göriach, Gemeinde Lurnfeld in Kärnten, bei einer aufgearbeiteten Windwurffläche in 1600m Seehöhe ein Waldbrand aus. Durch Wind und die außergewöhnliche Trockenheit breitete sich das Feuer rasch aus, griff auf den angrenzenden Hochwald über und wuchs sich zum Vollbrand aus. Damit konnten die Feuerwehren den Waldbrand nicht unter Kontrolle bringen, über Nacht breiteten sich die Flammen auf mehr als 50 Hektar aus. Derzeit sind 150 Feuerwehrleute und sieben Helikopter im Einsatz.

> Waldbrand bei Lurnfeld (Stmk) - Bericht auf kaernten.orf.at

Schon am Tag davor gab es in Oberdrauburg (Ktn) einen größeren Waldbrand, der etwa drei Hektar erfasste. Ebenso gerieten in der Steiermark zwei Waldstücke in Brand, eine Hundertschaft an Einsatzkräften kämpfte gegen die Flammen. Durch die bislang nur geringen Niederschläge bzw. die Trockenheit der vergangenen Wochen ist die Waldbrandgefahr laut EFFIS, dem europäischen Waldbrandinformationssystem, besonders in Kärnten, Teilen der Steiermark und in Niederösterreich mäßig, stellenweise – etwa in Unterkärnten – auch hoch.

Heute können in den genannten Gebieten zwar Regenschauer durchziehen, allerdings ist fraglich, ob diese Niederschläge für eine Entspannung ausreichen. Erst am Montag dürfte es im ganzen Land mit der Annäherung eines Trogs und Bildung eines Norditalientiefs verbreitet regnen. Bis inklusive dem kommenden Wochenende könnte die Waldbrandgefahr kritisch bleiben.