Trockenheit bleibt, Waldbrandgefahr sinkt
Obwohl die Trockenheit in weiten Teilen Österreichs anhält, steigt die Waldbrandgefahr nicht weiter an, sondern bleibt überwiegend gering (Stufe 2 von 5) – oder sinkt sogar auf ein sehr geringes Niveau. Warum das so ist, dafür gibt es mehrere Gründe.
Zunächst ist die aktuelle Witterung zu nennen. Eine unbeständige Wetterlage wie aktuell der Fall sorgt auch ohne ergiebige Niederschläge für eine Entspannung der Waldbrandgefahr – durch eine höhere Luftfeuchtigkeit, gemäßigte Temperaturen und wenig Sonnenschein. Auch wenig Regen befeuchtet Wiesenflächen und die Streuschicht im Wald und kann damit die Entzündungsgefahr reduzieren. Darüber hinaus ist in den nächsten Tagen kein starker Wind zu erwarten, der zu einer raschen Ausbreitung potenzieller Feuer führt. Somit sind weiterhin primär Entstehungsbrände geringer Intensität zu erwarten.
Ein weiterer Grund für die geringe Brandgefahr: Im Flach- und Hügelland hat der Vegetationsaustrieb eingesetzt. Damit wird ein weiterer Faktor entscheidend, die Phänologie der Pflanzen. Durch das frische Grün sinkt auch bei Trockenheit die Waldbrandgefahr – mehr dazu unter Die Krux mit den Frühjahrsbränden. Ausgenommen sind nadelholzdominierte, südexponierte Wälder mit einer schwach ausgeprägten Kraut- und Strauchschicht. Hier kann speziell in den besonders trockenen Gebieten im Süden und Südosten des Landes lokal weiterhin eine mäßige Waldbrandgefahr (Stufe 3 von 5) herrschen.
Anfang kommender Woche ist ein abermaliger Kaltlufteinbruch wahrscheinlich, außerdem bleibt es unbeständig. Große Niederschlagsmengen sind aus jetziger Sicht zwar nicht zu erwarten, aber auch so kann angenommen werden, dass die Waldbrandgefahr zumindest in den nächsten sieben bis zehn Tagen gering bleibt.
