Hohe Flur- und Feldbrandgefahr
Die aktuelle Hitzewelle sorgt für einen markanten Anstieg der Brandgefahr – allerdings in erster Linie von Flur- und Feldbränden. Die Waldbrandgefahr bleibt mäßig.
Seit einer Woche hat Österreich eine Hitzewelle fest im Griff. In den vergangenen Tagen hat es sich noch um eine „feuchte“ Hitzewelle gehandelt, die von zahlreichen Schauern und Gewittern begleitet war. Besonders im alpinen Raum wurden Vegetation und Boden damit immer wieder angefeuchtet.
Überwiegend trocken ist es im Norden und Osten des Landes geblieben. Hier führt die Zuspitzung der – jetzt „trockenen“ – Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in Verbindung mit einer geringen Luftfeuchtigkeit und am Wochenende auch Windeinfluss zu einer hohen Flurbrandgefahr (Stufe 4 von 5). Teilweise, speziell im äußersten Nordosten, kann sie sogar sehr hoch sein. Die Brandgefahr ist auch deshalb so hoch, weil die Haupterntezeit für Getreide beginnt und Feldbrände am häufigsten durch defekte Mähdrescher, Heuballenpressen oder Funkenflug der Maschinen ausgelöst werden.
Ein Feuer-Präventions-Tipp dazu: Erntearbeiten nach Möglichkeit nicht in den heißesten und trockensten Stunden (< 30 % Luftfeuchtigkeit) durchführen – was ungefähr dem Zeitraum 12:00h bis 17:00h entspricht.
Die Waldbrandgefahr bleibt hingegen durch die unbeständige erste Junihälfte, die bislang feuchte Hitzewelle und den schwachen bis mäßigen Wind überwiegend gering bis mäßig (Stufe 3 von 5). Am höchsten ist sie auch hier im Nordosten, am geringsten in Kärnten und Osttirol.
Anfang kommender Woche dürfte die große Hitze enden und zumindest im Westen sowie inneralpin einiges an Regen zusammenkommen. Für eine Entwarnung ist es dann aber noch zu früh, da die Flurbrandgefahr nach Regenschauern rasch wieder ansteigen kann. Darüber hinaus deuten manche Wettermodelle an, dass es im besonders brandgefährlichen Nordosten nahezu trocken bleiben könnte.

