Waldbrandgefahr geht zurück
Rascher als erwartet beginnt die Waldbrandgefahr wieder zu sinken, obwohl es bislang keine flächendeckenden Niederschläge gegeben hat. Die Gründe hierfür sind vielfältig.
Ein wesentlicher Punkt ist die höhere Luftfeuchtigkeit. Bis Anfang Mai gab es durch eine trockene Nordströmung oder Föhneffekte trockene Luftmassen. Dies hat sich in den letzten Tagen geändert und die Luftschichtung ist feuchter und labiler geworden. Da sich das feine, trockene Material am Boden (das zuerst Feuer fängt) rasch an höhere Luftfeuchtigkeiten anpasst, sinkt die Entstehungsgefahr für Wald- und Flurbrände. Aber auch die Brandintensität ist bei hoher Luftfeuchtigkeit geringer.
Daneben ist der Wind nur noch schwach und auch in den kommenden Tagen sind keine hohen Windgeschwindigkeiten zu erwarten. Dies reduziert die Ausbreitung von Bränden, eventuelle Feuer können in der Regel rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.
Zuletzt haben die Regenschauer und Gewitter der letzten Tage lokal ergiebige Niederschläge gebracht – vor allem im Süden Kärntens, im westlichen Teil Oberösterreichs sowie vom südlichen Niederösterreich über die Oststeiermark bis ins Burgenland. Dies genügt freilich nicht für ein Ende der landesweiten Trockenheit, aber führt eben sukzessive zu einer Reduktion der Brandgefahr durch eine Anfeuchtung des Brennmaterials. Weitere Informationen zur Krux mit den Niederschlägen finden sich HIER.
Auch in den nächsten Tagen sind gewittrige Schauer zu erwarten, vor allem inneralpin. Anfang kommender Woche könnte ein Frontendurchgang großflächig ergiebige Niederschläge bringen und eine unbeständige, kühlere Wetterlage einläuten, das ist aber noch nicht abgesichert. Momentan herrscht überwiegend eine geringe Waldbrandgefahr (Stufe 2 von 5). Lokal, besonders in den noch trockenen Regionen, kann sie weiterhin mäßig sein (Stufe 3 von 5). Dies bedeutet, dass nach wie vor Kleinbrände – etwa durch Blitzschläge – und auch das eine oder andere ausgedehntere Ereignis dabei sein können, aber Großbrände und Kronenfeuer unwahrscheinlich sind.
